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Leutnant Gustl

30. Januar 2010 | 20:00

Von Arthur Schnitzler | mit Sigrun Schneggenburger
im PANDA-Theater

Nur drei Mal. Immer Samstags.
23.01. / 30.01. / 06.02.2010
Einlaß 20:00. Beginn 20:30.

Bild: Sigrun Schneggenburger

Der Held.

Wien. 1900. Beim Verlassen eines Konzerthauses wird ein Leutnant von einem Bäckermeister beleidigt. Die beiden Streiter kommen aus zwei unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und daher kommt eine Satisfaktion absolut  nicht in Frage. Für den Leutnant steht es plötzlich fest: ab jetzt kann nichts mehr so sein, wie es einmal war - sein Leben ist nichts mehr wert. Von grausamen Selbstmordgedanken heimgesucht, irrt  er die ganze Nacht durch die österreichische Hauptstadt...
Der Autor.
Arthur Schnitzler (1826-1931) gehört zu jenen österreichischen Schriftstellern und Dramatikern, die nicht nur deutschsprachige Literatur des XX Jahrhunderts, sondern auch die der ganzen Welt geprägt haben. Aufgrund dieser Novelle wurde ihm sein Offiziersrang aberkannt. Er habe „das Ansehen der österreichisch-ungarischen Armee geschädigt".

Die Schauspielerin.
Sigrun Schneggenburger hat einen großen Teil ihres Lebens in Österreich verbracht, doch seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Sie hat unter anderem acht Jahre im Landestheater Linz gespielt. Als Künstlerin kennt und fühlt sie die unsichtbaren kulturellen Grenzen im sogenannten deutschsprachigen Raum wie kaum ein anderer. Das ist ihr erster Soloauftritt im neuen PANDA-Theater.

Die Inszenierung ( Eva Diamantstein)
Die minimalistische Aufführung dauert etwa eine Stunde. Die Schauspielerin sitzt an einem kleinen Kaffeehaustisch, ganz einfach, nicht verkleidet, ohne jegliches Bühnenbild, und fängt an zu erzählen... Vielleicht ist es nur ein hypnotisches Experiment, das auf eine Frage zu antworten hat: Wie weit kann man im Theater gehen, um mit möglichst einfachen Mitteln größtmögliche Wirkung zu erzeugen?

Die Presse.
„Sigrun Schneggenburger erwies sich als Idealbesetzung für Arthur Schnitzlers Leutnant Gustl".
Volksblatt
„Schneggenburger entwickelt verschiedene Perspektiven auf den Monolog: Die Frage der Ehre wird jetzt von einer Schauspielerin, einer Frau abgehandelt. Dadurch erhält die Monarchie-Karikatur noch mehr doppelten Boden".
Kronenzeitung

PANDA. Nicht nur russisches Theater.
Auf dem Gelände der Kulturbrauerei im kleinen Hof.
Knaackstraße 97, 10435  Berlin

Eintritt 10 / 7 Euro.

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