Seit ihrer Gründung in Vilnius 2004 wurde die audivisuelle Band Fusedmarc weltweit als eines der interesantesten Projekte der alternativen elektronischen Musik im Baltikum gefeiert.
Am Beginn ihrer Karriere wurde Fusedmarc häufig mit bekannten Vertretern der IDM verglichen. Mittlerweile jedoch haben die Mitglieder der Band - Cilia (Gesang, Elektronik), Nurasho (Gitarre, Bass, Programmierung, Texte) und Syrtha (Visuals) - ihre musikalische Sprache gefunden und überholen derlei Standards.
Fusedmarc spielen nicht nur in Litauen, sondern sind bei internationalen Festivals zugast: Sziget Festival (Ungarn), Europavox (Frankreich), Elektronik Baltikum Festival (Deutschland), Abrakadabra (Russland), Eurosonic (Niederlande), Kulturhauptstadt Europas (Griechenland) uvm.
STRONGLY RECOMMENDED! NICHT VERPASSEN! ЛИТОВИЧАМ СЛАВА!
Alexander "Delphinov.net" Delphinov ist ein alter Mann. Er ist hundert zwanzig Jahre alt. Manche meinen, er sei so zwischen 600 und 750. Ein Polizeioffizier behauptete, Delphinov sei 1 Jahr früher als Jesus von Nazaret geboren worden. Diese Aussage ist nicht beweiskräftig, weil im nazaretischen Standesamt die benötigten Geburtsurkunden fehlen. Also ist er alt. Kann man Delphinov auch weise nennen? Nein, solche Behauptung sollte strikt abgelehnt werden.
Piano meets Sax. Panda meets zwei großen Musiker. Publikum meets den Zeit(und Ort)geist. ---------------
Sergey Letov
Der russische Musiker und Komponist Sergey Letov ist einer der aktivsten und im Inland wohl auch bekanntesten russischen Jazzmusiker. Schon in den 80er Jahren gründete er das „Tri-O" mit Sainkho Namchylak, arbeitete aber auch u.a. mit „Sergei Kuriokhin's Popularnaja Mechanika" und der Sängerin Valentina Ponamarova. Bis heute ist er in Moskau äußerst aktiv, aber nicht nur im Jazzbereich.
Sergey Letov spielte bereits in vielen internationalen Festivals in Asien, Europa und den USA. Er hat in unzähligen Projekten mitgewirkt, die von Free Jazz bis zu Punk, Rock und Elektro reichen. Er ist mit modernen Poeten und Schriftstellern wie Michel Houellebecq aufgetreten und hat sowohl die Musik von dutzenden von Theaterstücken in Russland, Österreich und Italien als auch für über 10 Filme komponiert.
Sasha Pushkin
Sasha Pushkin stammt aus St. Petersburg. Seine Mutter ist Musiklehrerin. Seinen ersten Piano - Auftritt mit eigenen Komposition hat er im Alter von acht Jahren. Mit 22 steht er bereits bei großen Konzerten vor 10 000 Zuschauern in Kiev und St. Petersburg auf der Bühne.
10 Projects: 1. Sasha Pushkin - piano solo (Impro classic, jazz, experimental, free & more) 2. Sasha Pushkin - piano collaborations (world jazz, fusion, experimental) 3. Pushkin Boom Beat (band) (psycho active ethno industrial) 4. Pushkin Funplugged (band) - (folk rock, world music) 5. Pushkinsound Systems (ethno electronics & more) 6. MC Don Pushkin (ethno electronics - voice & more) 7. Qwelia Project (multi lingual - just for fun) 8. Serenade FBI (The Serenade For Brutalized Instrumentalists) 9. Live Soundtracking (live film concerts) 10. Sasha Pushkin - film music composer
Im kleinen und schönen Cafe Im kleinen und schönen Cafe Ich sitze alleine und fühle mich alt Legal ist mein Aufenthalt
Im kleinen und schönen Cafe Im kleinen und schicken Cafe Ich hab` was bestellt doch ich habe kein Geld Und bald kommt das Ende der Welt
Und die Faulheit hat mich umarmt Und die Sicherheit hat mich gebisst Und ich wurde vermisst Ach, was für ein Mist Und jetzt bin ich niemand und nichts Psst!..
Im kleinen und schönen Cafe Irgendwo in Nord- oder in Süd-Berlin Im Herbst es sollte unbedingt im Herbst sein Man kann noch draußen sitzen Es wird aber nicht mehr lange dauern Ein Paar Wochen noch nicht länger als ein Paar Wochen Heute sollte es zwischen plus 20 und plus 26 pendeln Ich warte auf das Ende der Welt, bis mein Bus kommt Der Arzt sollte mir meine Spritze geben Ich sitze draußen im kleinen und schönen Cafe Irgendwo im Herzens Berlin Ich trinke etwas warmes und denke dabei Wie peinlich ich müsste doch weglaufen Weil ich mein Getränk nicht bezahlen kann Ein junger Bundeswehroffizier sitzt mir direkt gegenüber Vielleicht ist er gerade aus Aphganistan gekommen Jetzt sitzt er hier auch alleine und trinkt Apfelschorle Er sollte lieber ein Bier trinken, ein kleines schönes Weißbier Oder ein Schwarzbier meinetwegen Doch er sitzt und trinkt eine Apfelschorle Sein Rucksack liegt unter dem Tisch wie ein totes Murmeltier Ich trinke etwas warmes und denke dabei Vielleicht sollte ich mich zu dem Offizier setzen Sollte ihn fragen wie war es doch da unten bei den Taliban Hätte er alte sowjetische Autos gesehen Hätte er seine Kameraden verloren Hätte er selbst einen Terroristen ermordet
Im kleinen und schönen Cafe Im kleinen und schönen Cafe Ich sitze wie nackt und halte den Takt Der Fakt ist konkret und beknackt
Im kleinen und schönen Cafe Im kleinen und schicken Cafe Ich darf nicht riskieren und Nerven verlieren Ach trinken Sie Herr Offizier
Und die Faulheit hat mich umarmt Und die Sicherheit hat mich gebisst Und ich wurde vermisst Ach, was für ein Mist Und jetzt bin ich niemand und nichts Psst!..
Im kleinen und schönen Cafe Irgendwann in der Nacht im Winter unterm Schnee und Sturm In Moskau im Jahr 2084 Man könnte vermuten ich warte auf eine Frau stimmt nicht Ich hauche in die Hände wärme mich mit einem starken Getränk auf Keine Gedanken keine Gedichten kein albernes Geschwätz mehr Ich bin der Wind der hier alles durchwirbelte Ich bin der Reiter der durch die Straßen mit Eis und Weiß fegte Ich sitze im kleinen und schönen Cafe in Moskau Und friere bis zu den Ohrenspitzen Blödsinn bei so einer Kälte sitzt ja doch niemand Also stehe ich im kleinen und schicken Cafe Hier gibt es auch sowieso nur Stehplätze Wenn ein Russe in Moskau etwas trinkt Klar es müsste Wodka bei minus 30 Grad getrunken werden Anders geht es einfach nicht Niemand steht nirgendwo und trinkt nicht Die Stadt ist leer alle haben ihn verlassen Was ist passiert Lesen Sie doch die 3D-Zeitungen aus dem Jahr 2084 Mehr habe ich dazu auch nicht zu sagen
Im kleinen und schönen Cafe Im kleinen und schönen Cafe Ich trinke ein warmes und schleichendes Gift Ich hab` mir ein Lächeln verknifft
Im kleinen und schönen Cafe Im kleinen und schönen Cafe Der Kellner ist weg und es hat keinen Zweck Ich sitze und kann nicht vom Fleck
Und die Faulheit hat mich umarmt Und die Sicherheit hat mich gebisst Und ich wurde vermisst Ach, was für ein Mist Und jetzt bin ich niemand und nichts Psst!..
Text: September 2010 Foto: Nastja Brodskaja Ein spezielles Dankeschön an Judith Diamanstein
Wir laden sie ganz herzlich ein! Am 23. September 2010 findet die neue UnZeit statt. Diesmal beschäftigen wir uns mit dem Thema faulheit... Mit: Alexander Delphinov, Judith Diamantstein, Yuri Gárate, Anusheh Rafi, Ramona Schmid u. a.
Der ukrainische Kultautor Serhij Zhadan und die Ska-Band aus Charkiw „Sobaki w Kosmosi" (Hunde im Weltall) starteten vor wenigen Jahren ein gemeinsames Literatur- und Musikprojekt. Aus ihrer Zusammenarbeit entstand bald das erste Album der neuen Band „SKA - Sportklub der Armee" und wurde 2008 in Charkiw veröffentlicht.
In den letzten drei Jahren machte das Projekt viele Tourneen und durchquerte die Ukraine, Russland, Polen, Deutschland und Österreich. Auch in Berlin gab es ein Konzert genau vor einem Jahr. Und jetzt ist „SKA" wieder da! Am 16. September werden die Musiker im PANDA-Theater ihre alte und neue Nummern darstellenund die heiße Atmosphäre einer Arbeiterdiskothek in einer osteuropäischen Industriegroßstadt gefühl- und humorvoll widerspiegeln.
„SKA" verschmilzt eine literarische Melodeklamation und karibische Dancehall-Rhythmen, verbindet sozialkritische Lyrik, Ska, Reggae und Punk miteinander. Die meiste Lieder der Band berühren die gesellschaftliche Adaptationsproblematik der modernen Jugend, was auch in einer gewissen Opposition zu dem „traditionellen" osteuropäischen Showbusiness steht.
Die „SKA"-Band thematisiert auch die Arbeitslosigkeit, den Rassismus, die Reprivatisierung und die Legalisierung - absolut aktuelle Themen für die Mehrheit der jungen Leuten in heutigen Millionenstädten. Man kann behaupten, mit diesem Projekt hätte die ukrainische urbanisierte Jugend einen relevanten Sprecher für ihre kulturellen und sozialen Anforderungen gefunden.
PANDA. Nicht nur russisches Theater | Knaackstrasse 97, 10435, Berlin | Eintritt 5,-
Serhij Zhadan bei der Protestaktion gegen die Anschaffung der Pressefreiheit in der Ukraine, 30. August, Berlin vor dem Hotel Adlon.
„ALLE MENSCHEN HABEN DAS RECHT, SICH FRIEDLICH ZU VERSAMMELN...." (ART. 20 ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE)
„JEDE PERSON HAT DAS RECHT, SICH FREI UND FRIEDLICH MIT ANDEREN ZU VERSAMMELN..." (ART. 11 EUROPÄISCHE KONVENTION ZUM SCHUTZ DER MENSCHENRECHTE UND GRUNDFREIHEITEN)
„DIE BÜRGER DER RUSSISCHEN FÖDERATION HABEN DAS RECHT, SICH FRIEDLICH UND OHNE WAFFEN ZU VERSAMMELN, VERSAMMLUNGEN, KUNDGEBUNGEN, DEMONSTRATIONEN UND UMZÜGE DURCHZUFÜHREN SOWIE STREIKPOSTEN AUFZUSTELLEN" (ART. 31 DER VERFASSUNG DER RUSSISCHEN FÖDERATION)
VERSAMMLUNGSFREIHEIT DURCHSETZEN!
Bei Demonstrationen und Mahnwachen von Menschenrechtsorganisationen oder oppositionellen Gruppen in der Russischen Föderation kommt es immer wieder zu Übergriffen. Demonstrationen werden mit Tricks der Behörden verhindert, Demonstranten verprügelt und festgenommen. Das ist ein klarer Verstoß gegen nationale und internationale Verpflichtungen, denen sich der russische Staat freiwillig unterworfen hat.
Die Verfassung der Russischen Föderation garantiert die Versammlungsfreiheit in Art.31. Menschenrechtsorganisationen in Russland demonstrieren deshalb seit einiger Zeit an jedem 31. eines Monats, um diesem Recht zum Durchbruch zu verhelfen und die papierne Garantie der Verfassung zur erlebbaren Realität zu machen. Sie wissen: Es gibt keine Demokratie ohne Versammlungsfreiheit! Und fordern: Schluss mit den Behinderungen und Übergriffen!
Um unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Freundinnen und Freunde dabei tatkräftig zu unterstützen, rufen wir zur Teilnahme an der Mahnwache „Versammlungsfreiheit durchsetzen" auf,
am 31. August 2010 um 17.30 Uhr vor der Botschaft der Russischen Föderation, Unter den Linden 63-65.
Für weitere Informationen steht Ihnen das Regionalbüro Ost gerne zur Verfügung: Telefon: 030/84 10 90 52; E-Mail: regionalbuero.ost@amnesty.de
Memorial Deutschland e.V. | Deutsch-Russischer Austausch e. V. | Amnesty International
Einlass: 20:00. Beginn: 20:30 (bitte nicht später kommen!)
Sie sind Clowns. Sie beherrschen die ganz besondere Kunst uns zum Lachen zu bringen. Sie machen aber keine dumme Witze und stellen sich auch nicht dumm. Die lyrische Clownerie, mit der traditionellen Pantomime verbunden - so nennen "Die Aussenseiter" ihre Stilrichtung.
Die ClownMimeGruppe arbeitet unter der künstlerischen Leitung von Stanislav Bogdanov und besteht ausser ihm selbst aus zwei charismatischen Künstlern - Jelena Bolsuna und Michael Chubin.
Hinter dem Trio steht nicht nur eine Staatliche Zirkusschule in Moskau, sondern eine lange europäische Kulturtradition, die heutzutage in Europa komischerweise weniger bekannt ist, als in Russland. Dort hat diese Kunst selbst die Kommunisten überlebt, die ganz speziellen Sinn für Humor hatten.
"Die Aussenseiter" wirken gleichzeitig ultramodern und uralt. Es gibt etwas besonders faszinierendes in einem Clown, die Maske vielleicht, und plötzlich fühlt man sich ein bisschen merkwürdig, es kann jemandem sogar Angst einjagen. Deswegen weinen manchmal kleine Kinder bei einer Clownshow, und die Eltern wundern sich, warum, es sei doch lustig gewesen!
Ich erinnere mich ganz genau an einem Tag in meiner Kindheit, damals wurde ich von einem russischen Clown Andrjuscha nach seiner Show in die Backstage eingeladen. Obwohl ich zusammen mit meiner Mutter war, die mit dem Künstler befreundet war, hatte ich plötzlich eine Art Panikattacke gehabt. Andrjuscha lachte und schenkte mir eine Werbungbroschüre mit der Anschrift "Dem Sascha, der Angst vor den Clowns hat".
Die Grenze zwischen dem Komischen und dem Erschreckenden ist dünner, als manche glauben. Und nach einer guten Clownshow sollte man auch ein bisschen traurig werden. So ist nämlich nach meiner bescheidener Meinung das Ziel dieser Kunst von der göttlicher Muse definiert.
Jetzt habe ich selbst vor meinem eigenen Text Angst. Der ist auch zu lang geworden. Schluss damit.
Delphinov.net _____________________________ Also nicht verpassen - Freitag, 20. August, PANDA-Theater. Eintritt 7 / 5,-